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Evangelische Stadtkirche Zierenberg

1293 wurde mit Gründung der Stadt Zierenberg auch der Bau der Kirche begonnen.

Die Stadt Zierenberg wurde Ende des 13. Jahrhunderts von Landgraf Heinrich I. von Hessen, einem Enkel der hl. Elisabeth, zur Befestigung seines Territoriums gegründet. Dies geschah in der Notwendigkeit, die neu entstandene Landgrafschaft Hessen durch Stadtgründungen zu sichern. Mit der Gründung wurde 1293 auch der Bau der frühgotischen Stadtkirche begonnen. Sie bildet heute mit dem ältesten Fachwerkrathaus Hessens den Mittelpunkt der Stadt.

Der älteste Teil der Kirche - der Chorraum und der untere Teil des Kirchturms - gehören einer ersten Bauphase bis etwa 1343 an. Das Langhaus wurde ab 1430/36 unter dem Baumeister Hans Meynworten errichtet. Diese Namen und Baudaten nennt eine Bauinschrift in der Turmhalle. Turmspitze und Turmhaube erhielten in frühen 18. Jahrhundert ihre heutige Gestalt (1711-1738).

Zwischen 1985 und 1989 wurden das Außenmauerwerk und das Innere der Kirche umfassend restauriert. Die ursprüngliche Verwendung unterschiedlicher Steinmaterialien (Sandstein,Tuffstein, Kalk-Feldstein) gab dem Kirchengebäude schon immer ein "buntes" Aussehen. Das wurde nun noch besonders verstärkt durch den teilweisen Ersatz von stark verwitterten, alten und sehr weichen Tuffsteinen aus Nordhessen durch härtere, aber hellere Tuffsteine aus Italien.

Nach langwierigen und intensiven Vorarbeiten folgte zwischen 1997 und 2006 die aufwändige Sanierung der Wandmalereien mit ihren spätmittelalterlichen Bildzyklen, die zu den größten und bedeutensden in nordhessischen Kirchen gehören. Zu den wichtigen Vorarbeiten zählte auch eine aus statischen Gründen notwendige Sanierung des Dachstuhls über dem Kirchenschiff.

In den Jahren 2009 bis 2011 gab die Kirchengemeinde umfangreiche Baumaßnahmen am Außenmauerwerk und im Inneren des Kirchturms in Auftrag. Abgesehen von der faszinierenden Balkenkonstruktion sind vor allem das alte mechanische Uhrwerk aus dem 19. Jahrhundert, ein neuer Glockenstuhl und die nach historischen Maßstäben renovierte Türmerstube sehenswert.

Die Kirche ist mit Wandmalereien aus dem 14. und 15. Jh. versehen, die vermutlich im frühen 17. Jh. im Zuge des Bildersturms unter Landgraf Moritz dem Gelehrten übertüncht wurden. Unter der Kalkschicht konnten sie Jahrhunderte wohlbehalten überleben. 1934 wurden sie wieder freigelegt, danach von 1958 bis 1961 und zuletzt von 1997 bis 2006 restauriert.

Bei den Wandmalereien handelt es sich um Kalkseccomalereien des 14. und des 15. Jahrhunderts, d.h. Malereien, die auf den trockenen Putz aufgetragen wurden (im Gegensatz zum Fresko, das auf den feuchten Putz gemalt wird). Die Bilder in der Zierenberger Kirche sind ein Zeugnis für die Frömmigkeit des späten Mittelalters.

Die Kirche ist im Sommer zwischen 10 und 17 Uhr und im Winter zwischen 10 und 16 Uhr geöffnet.

Die Anmeldung für Führungen nimmt Herr Ralph Homberger entgegen. Er organisiert vor Ort alles Weitere mit den jeweils zur Verfügung stehenden Kirchenführerinnen und Kirchenführern. Herr Homberger ist in der Stadtverwaltung Zierenberg zu den Bürozeiten erreichbar unter:
Telefon: +49 (0)5606 519122
E-Mail: ralph.homberger@stadt-zierenberg.de

freier Eintritt

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